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Saisonfazit 2025/26: Enrico Deiß über die Entwicklung der „Lupser Jungs“

Enrico, die Saison 2025/26 ist Geschichte und es war das zweite Jahr der „neuen“ Lupser Jungs. Wenn du Bilanz ziehst: Hast du mit der Mannschaft das erreicht, was du dir vorgenommen hast?

Absolut. Vor der Saison habe ich als Ziel das obere Tabellendrittel ausgegeben, und das haben wir mit dem vierten Platz definitiv geschafft. Besonders stolz macht mich, dass wir mehr Spiele gewonnen haben, als wir Unentschieden gespielt oder verloren haben. Als junger Trainer, der in der ersten Spielzeit noch einiges an Lehrgeld bezahlen musste, war es einfach ein geiles Gefühl, phasenweise so weit oben anzuklopfen. Wir haben frühzeitig den Schwerpunkt auf die Fitness und taktische Abläufe gelegt, und am Ende hat sich gezeigt: Fleiß wird belohnt. In vielen Phasen erkenne ich mittlerweile ganz klar meine Handschrift in unserem Spiel wieder.

Ihr seid phasenweise sogar ganz oben an der Spitze gestanden. Was war ausschlaggebend dafür, dass ihr so einen starken Start hingelegt habt?

Wir haben sehr intensiv an den Grundlagen gearbeitet – sowohl an der körperlichen Fitness als auch an den spielerischen Automatismen. Der Sieg gegen den späteren Meister aus Mihla bzw. die zweite Mannschaft von Ifta zum Auftakt war natürlich ein echtes Ausrufezeichen. Insgesamt haben wir diesem Aufsteiger über die Saison gesehen vier Punkte abgenommen, was unsere Qualität unterstreicht. Vor allem am Anfang, aber gerade auch zum Ende der Saison hin, hat unsere detaillierte und engagierte Trainingsarbeit den Unterschied gemacht.

Im Herbst gab es allerdings eine kleine Delle mit drei Spielen und nur einem Punkt. Wie seid ihr damit umgegangen?

Das war eine Phase, in der wir untypisch viele Gegentore kassiert haben, was uns letztlich eine noch bessere Platzierung gekostet hat. Aber genau das zeichnet die Jungs aus: Wir haben daraus gelernt und sind gestärkt hervorgegangen. Dass wir in der Rückrunde zu Hause ungeschlagen geblieben sind, zeigt, wie stabil wir geworden sind. Wir stellen die zweitbeste Offensive und die drittbeste Abwehr der Liga – das ist eine Basis, auf der wir aufbauen können.

In der Mannschaft gab es emotional sehr unterschiedliche Momente, besonders was die personelle Situation betrifft. Wie hast du das als Trainer erlebt?

Es war ein absoluter Gänsehaut-Moment, als Kevin Billhardt nach seiner langen Verletzung wieder zur Mannschaft stieß . Dass wir im selben Zug Willi Böse mit einer ähnlichen Verletzung verloren haben, schmerzt natürlich sehr, und wir hoffen auf seine baldige Rückkehr. Enorm wichtig für uns ist aber, dass unsere erfahrenen Kräfte wie Kevin, Kiesi, Christian Benke und Ronny Sommer vorangehen. Diese geballte Erfahrung gibt der Mannschaft den nötigen Rückhalt für unsere ambitionierten Ziele.

Auch im Umfeld des Vereins hat sich viel getan, etwa beim Thema Rasenpflege. Spielt euch das in die Karten?

Definitiv. Ein riesiges Dankeschön an den Vorstand und den gesamten Verein. Dass die Bewässerung wieder läuft und die Mähroboter ihren Dienst tun, sorgt für einen Top-Zustand des Platzes. Letztes Jahr war der Boden oft vertrocknet, was unsere Art, Fußball zu spielen, echt erschwert hat. Jetzt haben wir die perfekten Voraussetzungen. Unsere Abläufe und Rhythmen sind gereift, wir fangen in der neuen Saison nicht bei Null an, sondern haben ein gesundes Fundament.

Zum Abschluss: Was möchtest du den Menschen im Verein und den Fans mit auf den Weg geben?

Ich bin einfach stolz auf die Truppe. Wir haben uns sportlich ehrgeizig und extrem fair präsentiert, was auch der zweite Platz in der Fairnesstabelle beweist. Danke an alle – den Vorstand, die Mitglieder, die treuen Sponsoren und Fans. Besonders die Spielerfrauen sowie meine eigene Frau, die uns den Rücken freihalten. Ohne diesen Zusammenhalt wäre das alles nicht möglich. Jetzt genießen wir die kurze Pause und greifen dann in der Vorbereitung wieder voll an.