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Bittere 1:2-Nederlage gegen Treffurt: Wenn die Prophezeiung des Trainers wahr wird

In einer Partie, die unsere Mannschaft über weite Strecken der ersten Halbzeit kontrollierte, mussten wir uns am Ende dem Team von Normannia Treffurt mit 1:2 geschlagen geben. Es war ein Spiel, das schmerzhaft verdeutlichte, wie wichtig taktische Disziplin und mannschaftliche Geschlossenheit über die vollen 90 Minuten sind.

Dominanter Beginn und Führung durch Flo Felsch
Ursprünglich lautete der Matchplan, den Gastgebern aus Treffurt den Spielaufbau zu überlassen. Da der Gegner jedoch sichtlich Probleme hatte, mit dem Ballbesitz etwas anzufangen, übernahm unsere Elf die Initiative. Mit guten Passstafette und einer sicheren, kompakten Defensive kontrollierten wir das Geschehen und erarbeiteten uns früh erste Möglichkeiten.

In der Folge gingen wir verdient in Führung: Ein abgefälschter Schuss von Manuel Schlundt landete punktgenau bei Florian Felsch, der den Ball sehenswert per Innenseite direkt aus der Luft zum 1:0 versenkte. Wir hätten den Vorsprung danach deutlich ausbauen müssen. Vor allem Ali kam nach Manuel Schlundts Ecken zweimal völlig frei am Fünfmeterraum zum Kopfball – einmal traf er die Latte, einmal segelte der Ball über das Gehäuse. Auch ein aussichtsreicher 5-gegen-2-Konter wurde durch ein ungenaues Zuspiel leichtfertig vergeben.

Der Bruch im Spiel und Enrico Deiß Warnung
Noch vor dem Pausenpfiff schlichen sich erste Fehler ein. Zwei bis drei Spieler verließen das System und pressten auf eigene Faust, wodurch die Mannschaft ihre Kompaktheit verlor. Trainer Enrico Deiß fand in der Kabine deutliche Worte: Er mahnte an, den Plan zu halten, die Chancen zu nutzen und warnte eindringlich davor, dass wir das Spiel verlieren würden, wenn jeder „sein eigenes Ding“ macht.

Leistungsabfall in der zweiten Halbzeit
Leider bewahrheiteten sich die Befürchtungen des Trainers nach dem Seitenwechsel. Unsere Mannschaft schaltete vier, fünf Gänge zurück, die Laufbereitschaft fehlte und das Passspiel wurde ungenau. Die Quittung folgte. Eine Freistoßflanke der Gäste erreichte einen Treffurter-Spieler, der den Ball mit der Fußspitze zum 1:1-Ausgleich am machtlosen Keeper Christian Haaß vorbei ins Netz lenkte.

Umstrittene Entscheidungen in der Schlussphase
Die Entscheidung fiel durch eine höchst strittige Szene. Nach einem leichten Rempler durch Philipp Hering im Strafraum, bei dem der gegnerische Stürmer eher abzuheben schien, entschied Schiedsrichter Ramon Boronowski auf Elfmeter, den Treffurt zum 1:2 verwandelte. In der hektischen Schlussphase verloren wir vollends die spielerische Linie. Zu allem Überfluss sah Niclas Schumacher nach einem Allerweltsfoul an der Seitenlinie die Gelb-Rote Karte. Trotz der Umstellung auf zwei Stürmer gelang es uns nicht mehr, als Einheit zu agieren; stattdessen versuchten es viele mit Einzelaktionen, die jedoch verpufften.

Fazit
Eine vermeidbare Niederlage, die vor allem auf den kollektiven Leistungsabfall und die mangelnde Disziplin in der zweiten Halbzeit zurückzuführen ist. Jetzt heißt es Mund abputzen und im nächsten Spiel wieder über die volle Distanz als Team auftreten!